15 Kameras nehmen Tiere ins Visier

Das Team des LIFE+ Projekts zur Beendigung der Zerstückelung des Zonienwalds (Ontsnippering Zoniënwoud, OZON) hat in diesem Frühjahr 15 Kameras in Höhe derDurchlässe unter dem Ring rund um Brüssel und der E411 aufgestellt. Diese bieten einen einzigartigen Einblick in die Tierwelt, die die ökologischen Durchgänge nutzt.

Vos (LIFE+ OZON)Das europäische LIFE+ OZON-Projekt geht gegen die Zerstückelung des Zonienwaldes vor. Bis 2017 werden acht neue Faunapassagen über und unter den Verkehrsachsen durch den Wald angelegt, darunter ein Ökodukt von 60 m Breite. Daneben werden 18 bestehende Tunnel und Durchlässe hergerichtet, um den Durchgang für Fledermäuse, Füchse, Dachse und andere Tiere zu verbessern.

Das Team des LIFE+ OZON-Projekts hat in diesem Frühjahr 15 Kameras in Höhe der Ein- und Ausgänge der bestehenden und künftigen Tunnel und Durchlässe unter dem Ring rund um Brüssel und der E411 aufgestellt. Projektleiter Steven Vanonckelen: „Die Kamerafallen müssen überprüfen, welche und wie viele Tiere jetzt bereits die bestehenden Tunnel und Durchlässe nutzen. Nach Abschluss des Projekts kann dann geprüft werden, ob der Durchgang tatsächlich verbessert wurde.“

3.000 Bilder

Die Kameras detektieren jede Bewegung in ihrem Visier und machen zu diesem Zeitpunkt 3 Fotos. Auf diese Weise entstehen mitunter bis zu 3.000 Bilder im Monat pro Kamera. „Es ist eine Titanenarbeit für die Förster, all diese Daten zu analysieren“, weiß Steven Vanonckelen. Neben den Kameras wurden auch Schlangenplatten aufgestellt. Diese sollen feststellen, welche Amphibien und Reptilien sich in der Nähe der Tunnel verbergen. Außerdem wurden Insektenfallen aufgestellt, um einen Überblick über die anwesenden Insektenarten zu gewinnen. Weiter auf dem Programm: Bat-Detektoren für die Überwachung von Fledermäusen.

Mehr Informationen: www.zonienwald.be/lifeozon