Struktur und Zusammensetzung des Waldes

Die Buchenkathedrale

Die Buchenkathedrale (alter Buchenbestand) umfasst etwa 70 Prozent des Zonienwaldes. Das macht den Wald anfällig. In dieser monotonen Landschaft kommen weniger Pflanzen- und Tierarten vor. Auch die Zahl der nützlichen Insekten und Organismen im Boden ist begrenzt. Darüber hinaus zeigen immer mehr wissenschaftliche Studien, dass der Klimawandel auch Folgen für den Zonienwald hat. Die immer trockeneren und heißeren Sommer sind fatal für die ‘Zonienbuche’.

Aus diesem Grund haben die drei Regionen beschlossen, den Buchenbestand künftig zu verringern. Gleichzeitig soll die charakteristische Landschaft der Buchenkathedrale in bestimmten Teilen des Waldes erhalten bleiben.

Bäume in jedem Alter

Ein Zonienwald mit mehreren verschiedenen Baumarten unterschiedlichen Alters, so soll der Wald künftig aussehen. Junge und erwachsene Bäume in einem kurzen Abstand zueinander. Das Ergebnis: ein abwechslungsreicher und heller Wald, wo sich viele Tiere und Pflanzen wohl fühlen.

Waldwege und beachtliche Bäume

Die stattlichen Baumreihen entlang der Waldwege sind ein wichtiges Merkmal des Zonienwaldes. Dieses Erbe müssen wir erhalten und wiederherstellen. Auch die vielen seltenen und besonderen Bäume  verdienen Schutz. Die einzigartigsten Bäume werden gerade von der Vereniging voor de bescherming van de bomen in het Zoniënwoud (Vereinigung zum Schutz der Bäume im Zonienwald) erfasst.

Parks und offene Flächen

Im Laufe der Geschichte wurden Teile des Zonienwaldes in Parks, Arboreten oder Pferderennbahnen umgewandelt: der Terkamerenbos, der Solvaypark, der Park von Tervuren, die Pferderennbahnen von Watermaal-Bosvoorde und Groenendaal. Diese Anlagen machen den Zonienwald reich an Landschaften und Lebensräumen. Man findet hier Gewässeranlagen, besondere Bäume, Wiesen und Rasenflächen, ganz anders als der Wald, aber mindestens genauso wertvoll.

An den Waldrändern zwischen den halboffenen Flächen und dem Zonienwald leben zahlreiche besondere Pflanzen und Tiere, die in der Mitte des Waldes nicht vorkommen. Darüber hinaus fangen diese Parks einen Großteil der Besucher auf und bilden so einen natürlichen Puffer.