Gemeinsam für einen robusteren Zonienwald

Der Zonienwald ist ein europäisches Naturschutzgebiet mit einer Fläche von 4.400 Hektar, das jedes Jahr von mehreren Millionen Menschen besucht wird. Zugleich ist der Zonienwald ein ausgedehnter und bezaubernder Wald am Rand von Brüssel, der von stark befahrenen Verkehrsachsen durchquert wird. Das einzige Naturschutzgebiet, das auf dem Territorium der drei belgischen Regionen liegt.

Um die verschiedenen Funktionen des Waldes und seine unterschiedliche Nutzung besser aufeinander abzustimmen, haben die Flämische, Wallonische und die Region Brüssel-Hauptstadt in 2008 beschlossen, zusammenzuarbeiten. Sie haben die künftigen Optionen für den Wald in der ‘Strukturvision für den Zonienwald’ dargelegt. Dieses Kooperationsabkommen betrifft nicht nur den Zonienwald, sondern auch die grünen Zonen im und um den Wald: der Terkamerenbos, das Arboretum von Tervuren, der Kapucijnenbos, die Domaine Solvay, … insgesamt 5.000 Hektar.

 

Ein Wald, drei Regionen?

Mit der Staatsreform von 1980 wurde die Zuständigkeit für die Bewirtschaftung des Waldes auf die drei Regionen übertragen. Seitdem erstreckt sich der Zonienwald auf die Territorien der drei Regionen: 56 Prozent in der Flämischen Region, 38 Prozent in der Region Brüssel-Hauptstadt und 6 Prozent in der Wallonischen Region. Die drei Regionen leisteten auf ihrem jeweiligen Gebiet gute Arbeit. Allerdings stellte sich bald heraus, dass der Wald und die Nutzer ein koordiniertes Konzept benötigten. Denn schließlich hört der Zonienwald nicht an den Grenzen der Regionen auf.

Overzicht-Zonienwoud

Entwurf eines Zukunftsbildes

In 2005 setzten die drei Regionen sich zum ersten Mal an einen Tisch, um eine Zukunftsvision für den Zonienwald zu erstellen. Wohin soll sich der Zonienwald entwickeln? Wie soll der Wald künftig genutzt und bewirtschaftet werden? Diese Fragen wurden von den Waldbewirtschaftern gemeinsam mit politischen Entscheidungsträgern, Waldnutzern, Freiwilligen, Umwohnenden usw. diskutiert.

Eine widerstandsfähige Natur und ein herzlicher Empfang

Am 10. November 2008 unterzeichneten die drei zuständigen Minister aus den drei Regionen eine Absichtserklärung über die ‘Strukturvision für den Zonienwald’. Diese Strukturvision soll das künftige Vorgehen im Hinblick auf die Zukunft des Waldes bestimmen. Die drei Regionen verpflichteten sich zu einer weitgehenden Zusammenarbeit für den Erhalt und die Stärkung des Zonienwaldes. Das Ziel: Die Natur widerstandsfähiger machen. Aber auch: Besucher auf eine solche Weise empfangen, dass der Wald respektiert und aufgewertet wird.

Gemeinsame Umsetzung des Zukunftsbildes

Am 30. April 2012 einigten sich die drei Minister auf ein Beratungsmodell. Dieses legt konkret fest, wie die Regionen die Pläne und Projekte für den Zonienwald zusammen umsetzen werden.

Laden Sie hier die Pressemitteilung über die Unterzeichnung des Beratungsmodells der Strukturvision am 30. April 2012 herunter (auf Niederländisch)