Der ökologischen Zerschneidung entgegenwirken

Der Ring um Brüssel, die E411, die Eisenbahnstrecke zwischen Brüssel und Luxemburg, die Terhulpsesteenweg, die Duboislaan, die Tervuursesteenweg, … es sind allesamt Straßen, die den Wald in einzelne Teile teilen. Sie stellen Hindernisse für Tiere dar, die von einem Gebiet in das andere ziehen möchten. Indem der Zerschneidung des Waldes entgegengewirkt wird, erhalten Pflanzen und Tiere wieder einen größeren Lebensraum.

Ende 2012 wurde die Grünbrücke über die Eisenbahnstrecke Brüssel-Luxemburg fertiggestellt. Derzeit wird der Bau einer Grünbrücke über die Terhulpsesteenweg geprüft. Dank der beiden Grünbrücken werden 2.000 Hektar Wald wieder ein Ganzes bilden. In der Nähe der Grünbrücken wird entlang der Straße ein Wildzaun errichtet. Dieser führt die Tiere zu den sicheren Überführungen. Auf örtlichen und weniger stark befahrenen Straßen werden Wildwarner angebracht. Diese reflektieren das Licht der Fahrzeuge und sollen so die Tiere abschrecken. Amphibien und Reptilien können über Amphibientunnel die Straße unterqueren. Für Eichhörnchen stellen Baumbrücken eine Lösung dar.

LIFE+-Projekt

Der erneute Zusammenschluss der ökologischen Hotspots ist auch das Ziel des europäischen LIFE+-Projekts OZON, das die Agentschap voor Natuur en Bos in Zusammenarbeit mit Leefmilieu Brussel und der Agentschap voor Wegen en Verkeer (Agentur für Straßen und Verkehr) eingereicht hat. Mit der finanziellen Unterstützung dieses LIFE-Projekts möchten die Partner bei großen Teilen des Zonienwaldes entlang des Rings um Brüssel und der Autobahn E411 der Zerschneidung entgegenwirken. Die Entscheidung wird im Frühjahr 2013 getroffen.

Mehr Informationen:

www.zonienwald.be/lifeozon

Broschüre Strukturvision Zonienwald (auf Niederländisch)

Broschüre Strukturvision Zonienwald (auf Französisch)