Freiwillige und Partner bauen gemeinsam Zugänge aus

Einen Spielwald einrichten, eine öffentliche Veranstaltung organisieren, einen Themenweg abstecken: die Möglichkeiten, die sechs Zugänge zum Zonienwald attraktiv zu machen, sind Legion. Bewohner aus der Umgebung, Vereine und Behörden arbeiten bei vielen Zugängen schon jetzt zusammen, um „ihren” Zugang auszubauen. Machen auch Sie mit?

Der Zonienwald wird jährlich von Millionen Menschen besucht. Doch wie versöhnen wir diesen Ansturm von Erholungssuchenden mit dem außerordentlichen ökologischen Wert des Waldes? Um dieser Herausforderung Herr zu werden, verfassten die Flämische, Wallonische und Brüsseler Region eine globale Vision für den Zonienwald, die Strukturvision. Diese legt fest, wie die verschiedenen Funktionen des Waldes und die vielfältige Nutzung versöhnt werden können.

Zoniengemeinschaft

© Marcel Van Meesche

Die drei Regionen entschieden sich ausdrücklich für eine „gemeinsame” Bewirtschaftung des Zonienwaldes, bei der sich alle beteiligten Parteien einbringen. Beim Zonienwald sind zahlreiche Partner beteiligt: lokale und regionale Behörden, Vereine, Freiwillige, … Gemeinsam bilden sie die Zoniengemeinschaft. Um alle Parteien effizient einzubeziehen, werden die Beratungen um die einzelnen Zugänge organisiert.

Sechs Zugänge

Die Strukturvision sieht die Entwicklung komplementärer, der Erholung dienender Zugänge zum Zonienwald vor. Dies sind gut erreichbare Startpunkte für zahlreiche Anlagen und Einrichtungen. Zurzeit gibt es sechs Zugänge: Hippodroom Bosvoorde-Ukkel, Rood Klooster, Park van Tervuren, Groenendaal, Jezus-Eik und die Domäne von Solvay in Terhulpen.

Plattform

Bei den meisten Zugängen haben sich Bewohner der Umgebung, Unternehmer, Vereine und Behörden in einer Plattform vereint, um „ihren” Zugang gemeinsam attraktiv zu machen. Die Plattform Groenendaal beispielsweise begann Anfang 2015 und hat seitdem schon einiges verwirklicht: Im Juni wurde ein neuer Bienenlehrpfad freigegeben, im August wurde der dokumentierte Jan van Ruusbroecpfad eingeweiht und im September kamen zum Tag des Offenen Monuments mehr als 500 Besucher. Die Plattform Groenendaal macht sich den Schwung weiterhin zunutze: Am 17. Dezember organisiert sie ein zweites Treffen ihrer Mitglieder. Auf dem Programm: ein Rückblick auf das im vergangenen Jahr Erreichte und ein Ausblick auf das für 2016 Geplante.

P63In Jezus-Eik kamen zur Gründung der Beratungsplattform für den Zugang Jezus-Eik in diesem Herbst viele Interessenten. In drei thematischen Arbeitsgruppen arbeiten sie nun konkrete Aktionen aus. Auch im Rood Klooster und im Park van Tervuren arbeiten zahlreiche Partner zusammen, um „ihren” Zugang aufzuwerten. Demnächst beginnen auch beim Hippodroom van Bosvoorde die Beratungen.

Tag des Zonienwaldes

Mindestens zweimal im Jahr kommen die treibenden Kräfte jedes Zugangs zusammen. Das ist wichtig, um die Initiativen der diversen Zugänge aufeinander abzustimmen und gemeinsame Aktionen zu organisieren. In diesem Herbst besprachen sie den Tag des Zonienwaldes, eine Initiative des Brüsseler Ministers für die Umwelt Céline Fremault. Diese Brainstormingsitzungen resultierten in einem gediegenen und ausgeschmückten Plan für einen unvergesslichen Tag im Wald, mit dem sich der Minister demnächst an die Arbeit machen kann.