Hoher Besuch bei Grundsteinlegung Grünbrücke Groenendaal

Der Ehrenvorsitzende des Europäischen Rates Herman Van Rompuy, der flämische Verkehrsminister Ben Weyts und der EU-Kommissar Karmenu Vella: keiner von ihnen wollte die Grundsteinlegung der Grünbrücke Groenendaal versäumen. Sind auch Sie neugierig auf das Ergebnis? Dann müssen Sie sich noch ein wenig gedulden. Die Grünbrücke wird Ende 2017 fertig sein.

Grundsteinlegung Grünbrücke Groenendaal

© LIFE+ OZON

Den Zonienwald kreuzen an mehreren Stellen Autobahnen. Täglich unternehmen viele Bewohner des Waldes leidenschaftliche Versuche, diese zu überqueren. „Wir stellten fest, dass es zwischen Groenendaal und Waterloo vielen Tieren misslang, gefahrlos die Seite zu wechseln. Darum errichten wir hier eine 60 m lange Grünbrücke für kleine wie große Tiere“, so Patrick Huvenne von der Agentur für Natur und Wald. Diese Möglichkeit eines gefahrlosen Überquerens ist Teil des europäischen LIFE+ OZON-Projektes, das mittels Schaffung von Naturkorridoren der Zerstückelung des Zonienwaldes entgegenwirken will.

Für den Verkehr auf dem Brüsseler Ring wird die Grünbrücke wie ein Betonblock aussehen. Doch Tiere, welche die Grünbrücke nutzen, werden nicht bemerken, dass sie sich außerhalb des Waldes befinden. „Wir richten die Grünbrücke mit Pflanzen ein, die auch im Zonienwald vorkommen“, erklärt Patrick Huvenne. „Um zu verhindern, dass die Tiere dennoch die Autobahn überqueren, wird entlang des Brüsseler Rings über eine Strecke von 25 km ein zwei Meter hohes Grüngitter errichtet.“ Für dieses Grüngitter müssen einige Bäume weichen. An deren Stelle werden Sträucher gepflanzt, das ideale Habitat für viele Waldbewohner. Diese Anpflanzung fügt sich in den flämischen Verwaltungsplan für den Zonienwald.

Die Arbeiten an der Grünbrücke begannen im April 2016 und sollen Ende 2017 fertiggestellt sein.

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